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Diagnose: Lymphdrüsenkrebs – und wie es weiterging…

Mit diesem Bericht möchte ich Menschen, deren Hunde erkrankt sind, ermuntern auch ungewöhnliche oder (noch) nicht verbreitete Therapiemöglichkeiten wahrzunehmen. Außerdem möchte ich den vielen Menschen danken, die mir in den letzten Monaten mit Rat und Tat zur Seite standen und an die Kraft meiner Hündin glaubten – und natürlich meiner Hündin selbst, die diese Kraft tatsächlich aufgebracht hat

Meine am 18. April 2002 geborene Ridgeback-Hündin Makololo Anga Moyo ist überaus temperamentvoll, vital, voller Lebensfreude – und immer hungrig. Bisher war sie nie krank. Am 14. Juli 2008 bemerkte ich eine Beule an Angas Hals, die ich zunächst für die Reaktion auf einen Insektenstich hielt. Ich dachte daher nicht weiter darüber nach, zumal ich am folgenden Tag ohnehin einen Impftermin bei unserer Tierärztin hatte.

Als ich Tags darauf eher beiläufig auf die Beule hinwies, sah ich unverhofft in ein sehr besorgtes Gesicht. Die Tierärztin tastete Angas ganzen Körper sorgfältig ab und fand eine weitere Verdickung am unteren Ende der Gesäugeleiste. Ihre Vermutung, es könnte sich um Lymphdrüsenkrebs handeln, riss mir fast den Boden unter den Füßen weg. Anga – Krebs? Die Hündin war fit wie immer – ich konnte es nicht glauben! Wie durch einen Nebel hindurch hörte ich die Tierärztin von einer Klinik in Hofheim sprechen, von Chemotherapie, von Statistiken über Heilungserfolge – ich nahm dies alles nicht richtig auf, war fassungslos. Um die Vermutung abzuklären, wurden sofort Blut und eine Feinnadel-Biopsie entnommen.

Die Tage, bis die Ergebnisse kamen, wurden zu einer Ewigkeit. Während ich verwirrt und traurig war, fragte mich Anga auf ihre eigene Art immer wieder, was denn nur mit mir los sei. Sie war vergnügt und voller Energie, spielte ausgelassen mit andern Hunden und hatte großen Appetit, kurz: sie war wie immer. Doch zeigte sie mir auch, dass sie meine Stimmung spürte.

Am 17. Juli kam dann der zunächst erlösende Anruf. Das Blutergebnis schloss mit dem Satz: "Es konnten keine Malignitätskriterien gefunden werden." Also war ich erst einmal erleichtert.

Das Ergebnis der Biopsie wurde für den nächsten Tag erwartet, Vortag zu unserem Junghundetag und der anschließenden E.L.S.A.- Clubschau. Zuhause hielt ich es tatenlos ohnehin nicht aus, also fuhr ich mit Anga nach Bad Wildungen und wartete ungeduldig auf den Anruf der Tierärztin, der mich am Abend erreichte. Die Laborbewertung hatte ergeben, dass eine Auswertung nicht möglich war, da die Zellerhaltung ungenügend war. Meine Tierärztin erklärte mir, dass dies kein Hinweis auf eine Krebserkrankung sein müsse. Sie schlug vor, in der nächsten Woche eine Gewebeprobe zu entnehmen, um eine endgültige Diagnose stellen zu können. Das Blut war in Ordnung, die Biopsie nicht auswertbar – also war dieser Vorschlag zweifellos der richtige und übliche Weg.

Ein Fall für den Spezialisten

Einerseits war ich beruhigt, andererseits natürlich weiterhin besorgt, denn die Verdickungen waren nach wie vor da, wenn auch kleiner, da ich ein homöopathisches Lymph abschwellendes Mittel verabreichte. Am Rande der Clubschau erreichten mich viele Meinungen, Vermutungen und Erfahrungsberichte, die mir allerdings nicht weiterhalfen. Bis ich Anga der Zuchtleiterin unseres Clubs, Dr. Cornelia Renczes, selbst erfahrene Tierärztin, vorstellte. Sie sagte die alles entscheidenden Worte: "Wir Tierärzte sind nur Hausärzte. Anga muss schnellstens zu einem Spezialisten!" Bereits am nächsten Tag überwies sie die Hündin in die Tierklinik Hofheim und zwei Tage später, am 23. Juli, fuhr ich mit Anga und in Begleitung von deren Züchterin Annemarie Schmidt-Pfister zum Chefarzt der dortigen onkologischen Abteilung.

Anga wurde in der Klinik gründlich untersucht. Erneut wurden Blut und eine Biopsie entnommen und sofort ausgewertet. Das niederschmetternde Ergebnis hieß: Malignes Lymphom mit Hyperkalzämie! Die Blutwerte hatten sich innerhalb von acht Tagen alarmierend verschlechtert. Hyperkalzämie? An diesem Tag hatte Anga vermehrten Durst gezeigt, was ich jedoch auf die hohen Außentemperaturen und die lange Autofahrt zurückgeführt hatte (vorher war ihr Trinkbedürfnis, wie bei vielen Ridgebacks, eher gering gewesen). Als nächstes wurden Gewebeproben der geschwollenen Lymphe entnommen und zur Untersuchung eingeschickt. Das anschließende Röntgen zeigte, dass die Lunge glücklicherweise noch frei war und im Ultraschall konnten wir sehen, wie weit der Krebs schon vorgedrungen war. Der Tierarzt erläuterte uns geduldig und genau Erkrankung und Möglichkeiten, damit umzugehen und erklärte, dass es hunderte unterschiedlicher Krebsarten gebe. Ob die Neigung zur Ausbildung des Tumors Anga direkt vererbt worden sei, könne man nicht sagen, es sei denn, es wiederhole sich exakt dieselbe Krebsart innerhalb einer Familie bzw. Zuchtlinie. Auch beim Lymphdrüsenkrebs gibt es unterschiedliche Formen, wobei Anga vom T-Zell-Lymphom betroffen ist, der aggressivsten Form. Diese Krebsart ist nicht schmerzhaft, manifestiert sich aber in allgemeiner Mattigkeit und Appetitlosigkeit. Von diesen Symptomen war bei Anga noch nichts zu bemerken. Aufgrund der schlechten Werte schätzte der Arzt Angas Lebenszeit jedoch auf kaum mehr als drei Wochen. Ohne Behandlung würde sie dann voraussichtlich an akutem Nierenversagen sterben.

Jeder Hundebesitzer kann sich vermutlich vorstellen, was in mir vorging. Es war furchtbar.

Alternativen – Alternativen?

Bezüglich der nun zu treffenden Entscheidung stellte der Doktor drei Möglichkeiten vor: erstens das Leben der Hündin sofort zu beenden, zweitens die noch verbleibenden Lebenswochen durch eine Cortisonbehandlung erträglich zu machen oder drittens den Krebs mit einer Chemotherapie zu bekämpfen. Die erste Möglichkeit schien mir völlig ausgeschlossen, die zweite nicht besser. Doch Chemotherapie beim Hund? Für mich bis dahin unvorstellbar! Vor meinem geistigen Auge sah ich das Bild eines leidenden Hundes und eines egoistischen Besitzers, der nicht loslassen konnte.

Doch wir wurden umfassend aufgeklärt. Das Ziel einer Therapie beim Hund ist nicht die Ausheilung der Tumorerkrankung, wie dies beim Menschen vielfach angestrebt wird. Das bedeutet, dass eine Chemotherapie anders, nämlich weniger aggressiv dosiert wird. Während bei Menschen die Haare ausfallen, aber die Chance besteht, dass der Krebs nie wieder kommt, behalten Hunde ihr Fell und vertragen die Behandlung oft recht gut. Das heißt aber auch, dass der Krebs nur eingedämmt und für unbestimmte Zeit zum Stillstand gebracht werden kann, irgendwann aber wieder ausbricht. Allerdings kann es sehr wohl sein, dass ein Hund die Rückkehr des Krebses aufgrund seiner ohnehin relativ kurzen Lebenserwartung nicht mehr erlebt.

Eine Chemotherapie für das maligne Lymphom bei Hunden besteht aus vier Zyklen von jeweils vierzig Tagen. Sie beginnt mit einer Chemoinjektion in der Klinik und setzt sich dann zuhause fort: Spritzen darf der Haustierarzt geben, Tabletten der Besitzer. Wichtig ist dabei, dass der zeitliche Behandlungsplan exakt eingehalten wird. Am Ende eines jeden Zyklus bekommt der Hund eine zwanzig Minuten dauernde Infusion in der Klinik. Danach folgt eine zweiwöchige Pause, ehe der nächste, gleich verlaufende Zyklus beginnt.

Laut Statistik lebt rund ein Viertel der so behandelten Hunde länger als zweieinhalb Jahre. Das ist "nur" ein Viertel – aber es machte mir Mut. Zwar sind die Kosten, über die wir ebenfalls umfassend informiert wurden, nicht unerheblich - aber was ist das viele Geld, das wir oft für überflüssige Dinge ausgeben, gegen ein Leben? Meine lebenslustige Anga – sie hatte eine Chance und die sollte sie bekommen! Wir begannen mit der ersten Chemo – sofort!

Das Glas ist halb voll – nicht halb leer

Auf der Heimfahrt gingen mir viele Fragen durch den Kopf: Wie geht es weiter? Würde Anga die Chemotherapie vertragen? Würde sie wirken? Warum mein Hund, warum gerade dieser Hund? Darauf wusste ich nur eine Antwort: Wenn es diesen Hund getroffen hat, dann, weil dieser Hund es schaffen kann! Sie hat soviel Kraft und Lebenswillen! Und mein Glas ist halb voll – nicht halb leer!

Am nächsten Vormittag war Anga etwas gedämpft, müde und auch appetitlos, doch bereits am Nachmittag waren Energie und Hunger wieder da. Zwei Tage später ging sie mit ihrer Ridgebackfreundin Loona bei 30 Grad Hitze auf Hasenjagd – das erste Mal, dass ich mich unbändig darüber freute! Vier Tage nach der ersten Behandlung rief mich der Chefarzt an, um sich nach Angas Befinden zu erkundigen. Ich fühlte mich mit Anga gut aufgehoben.

Eine Woche später mussten wir nochmals zur Kontrolle in die Klinik. Alle Lymphknoten befanden sich in kompletter Remission, der Calciumwert war wieder im Normalbereich. Ich war überglücklich. Anga vertrug die Chemotherapie, die Behandlung wirkte!

So setzten wir die Therapie fort. Mit vielen Terminen, manche auch am Wochenende, bei unserer Haustierärztin. Sie musste vor den Klinikterminen und der Verabreichung der Chemotabletten jeweils die weißen Blutzellen (Leukozyten) messen, die dabei unbedingt im Normalbereich liegen müssen. Die Leukozyten, aus denen ja auch die Tumore bestehen, werden von den Chemopräparaten angegriffen, und so geschah es auch, dass gesunde Zellen ebenfalls vernichtet wurden. Dann bekam Anga ein Leukozyten regelndes Mittel gespritzt, da die Chemotermine nur geringfügig verschoben werden dürfen.

Die vielen Klinik- und Tierarztbesuche integrierte Anga wie selbstverständlich in ihren Hundealltag. Gerne ging sie nicht hin – aber sie nahm es gelassen. Schließlich wusste sie genau, wo in jedem der Behandlungszimmer die Leckerlis waren. Sogar während der Infusionen fraß sie nebenbei Leckerlis (siehe Foto). Als einzige Nebenwirkung hatte Anga nach den Infusionen vorübergehend etwas weniger Appetit. Selbst die Hormone ließen sich nicht beeinflussen: Anga wurde pünktlich läufig.

Während der gesamten Zeit führte ich Protokoll über das Befinden der Hündin. So konnten sich die Ärzte immer ein Bild machen und nichts wurde vergessen.

Ridgeback-Hündin Makololo Anga Moyo

Ergänzende Maßnahmen: Ernährung…

Wie konnte ich den Heilungsverlauf noch ergänzend unterstützen? Zunächst befasste ich mich mit dem Thema Ernährung. Getreide nährt Krebszellen und sollte daher nicht verfüttert werden; nur glutenfreies Getreide ist geeignet. Im Internet stieß ich auf die Antikrebskost nach Dr. Johanna Budwig. Es handelt sich dabei um eine Öl-Eiweiß-Kost, bestehend aus Leinöl (enthält die wichtigen pflanzlichen Omega-3-Fettsäuren) und leicht verdaulichem Milcheiweiß wie Hüttenkäse oder Quark. Letztere enthalten schwefelhaltige Aminosäuren, die die Fettsäuren besser löslich und resorbierbar machen. Vermengt soll diese Kombination den Wachstumsprozess von Krebszellen stören.

Ebenfalls aus dem Humanbereich stammt das Buch "Krebszellen mögen keine Himbeeren". Die Autoren Prof. Dr. Richard Béliveau und Dr. Denis Gingras sind international anerkannte Krebsforscher und beschreiben darin, wie das Wachstum neuer Blutgefäße, die die Krebszellen nähren, durch Ernährung gehemmt werden kann. Anga bekommt seither jeden Morgen Hüttenkäse mit Leinöl und dazu mehrmals in der Woche Himbeeren, Brokkoli oder anderes für Hunde verträgliches Obst und Gemüse, welches in diesem Buch empfohlen wird. Die Abendmahlzeit besteht vorwiegend aus Fleisch. Jedoch sollte man tumorkranken Hunden kein Rindfleisch füttern. Außerdem achtete ich stets darauf, dass die Hündin genügend Flüssigkeit zu sich nahm, damit der Körper durch die entsprechenden Ausscheidungen entgiften konnte.

… und Radionik

Was konnte ich noch tun? Schon im alten Rom wusste man, dass an jedem Heilungsprozess Körper und Psyche gemeinsam beteiligt sind: mens sana in corpore sano (ein gesunder Geist im gesunden Körper)! Doch wie konnte ich Anga diesbezüglich beeinflussen? Kurz zuvor hatte ich das Buch "Das Mentalprinzip" von Dr. Jürgen Karsten gelesen. Der Autor erläutert, wie physikalische Gegebenheiten begründen, was wir oft für Zufall halten und wie Denken wirkt. Danach verfügt jedes Objekt, egal ob Mensch, Tier oder Pflanze, über ein physikalisches morphisches Feld. Dieses Feld bestimmt Verhalten, Aussehen und alle weitere Beschaffenheiten. Jedes Feld enthält die komplette Information über das, was es umgibt. Sämtliche Felder stehen miteinander in Resonanz, so dass ein Gedanke Einfluss auf alles andere nehmen kann. Denken wirkt somit auf Mensch, Tier, Materie und Ereignisse, und wir wissen seit langem, dass Erfolg vom Denken abhängt. Dr. Karsten bezieht sich u. a. auch auf Literatur von Rupert Sheldrake, dem Autor des Buches "Der siebte Sinn der Tiere".

Als Bettina und Jürgen Karsten – selber auch Ridgeback-Halter und Mitglied im Club E.L.S.A. – sich nach Angas Befinden erkundigten, fragte ich daher Jürgen Karsten, ob und wie ich meine erkrankte Hündin mental erreichen könnte. Er gab mir einige Hinweise zu Internetrecherchen. Ich stieß dabei auf Seiten mit vorwiegend physikalischen Inhalten, darunter auch auf eine Präsentation, in der von Erfolgen bei Pferden die Rede war: mit radionischen Behandlungsmethoden. Von Hunden lagen jedoch keine Ergebnisse vor.

Radionik ist die Möglichkeit, morphogenetische Felder zu scannen und zu informieren. Morphogenetische Felder sind ein elektromagnetisches Phänomen und können somit durch elektromagnetische Schwingungen verändert werden. Dies erfolgt mittels Radionikgeräten, die in der Lage sind, Biofelder zu scannen und auf eventuelle Belastungen hin zu analysieren. Dazu benötigt man ein Foto (Photo bedeutet Lichtabstrahlung) des Betroffenen. Die auf das Foto gebannte Lichtabstrahlung enthält Zwillingsphotonen (kleine Lichtteilchen) – Zwillingsphotonen deshalb, weil diese Lichtteilchen sich vorher im Körper des Patienten befanden und durch Fotografie von diesem abgetrennt wurden. Die andern „Zwillinge“ befinden sich nach wie vor im Körper des Patienten. Photonen sind das Kommunikations- und Informationsmedium der Zellen untereinander.

Zwillingsphotonen können raum- und zeitlos über beliebige Distanzen gleichzeitig Kontakt halten und Informationsträger sein. So ist es möglich, dass über ein Bild abgestrahlte Lichtphotonen (sichtbare elektromagnetische Lichtstrahlungen) in das Gerät eingescannt und gespeichert werden. Das Phänomen der Zwillingsphotonen, erforscht durch CERN (Conseil Européen pour la Recherche Nucléaire, die europäische Organisation für Kernforschung in Genf) ist Bindeglied zwischen dem Wesen, dessen Belastung getestet werden soll und dessen Fotografie. Die abgestrahlten Lichtteilchen haben eine Rasteroberfläche, auf welcher Informationen unvorstellbaren Ausmaßes abgespeichert sind. Über diese Daten kann das Radionikgerät eine ganzheitliche Systemanalyse erstellen und aus speziellen Datenbanken Korrekturinformationen erhalten. Diese werden zum Ausgleich von Störungen als hoch potenzierte Heilfrequenz auf die Zwillingsphotonenoberfläche und somit auf jede Zelle eines Menschen, eines Tiers oder einer Pflanze "gesendet". Die Zellen und das Gehirn werden auf diese Weise wieder an die gesunde, ideale Funktion "erinnert" und speichern diese im ganzen Körper als gesunde Steuerungsimpulse ab, was zu Veränderungen der krankhaften Zellen führt. Die Anzahl und die Dauer der radionischen Sendungen werden, je nach Schwere der Erkrankung, von der entsprechenden Software des Gerätes ermittelt.

Auf Anfrage bei einem Unternehmen für Medizin- und Umwelttechnik wurden mir drei (!) Anwender innerhalb Deutschlands genannt, die radionische Behandlungen bei Hunden durchführen. So wandte ich mich an eine Heilpraktikerin und Kinesiologin, die diesbezüglich auf dreißigjährige Forschungsarbeit zurückblickt und ließ Anga ab Mitte August radionisch behandeln.

Die Radionikgeräte sind (bislang) wissenschaftlich nicht anerkannt – doch auf das abschließende Urteil der Wissenschaft konnte ich unter den gegebenen Umständen nicht warten! Wenn ich meine noch immer unverändert vitale und lebensfrohe Hündin heute beim ausgelassenen Spiel beobachte, bin ich sicher, dass diese Methode ganz erheblich zu ihrem Wohlbefinden und ihrer Genesung beigetragen hat.

Am 17. Februar hat Anga ihre letzte Chemobehandlung bekommen. Die abschließende Untersuchung hat ergeben, dass der Lymphdrüsenkrebs erfolgreich zum Stillstand gebracht worden ist!

Anschließend ist nun eine homöopathische Kur vorgesehen, die ihr unsere Haustierärztin und unser E.L.S.A.- Vorstandsmitglied und Veterinär Dr. Dieter Schulze gleichermaßen empfohlen haben. Bei Tumorpatienten, die eine solche Nachbehandlung erhalten verbessert sich die Überlebenschance nachweislich um fünfzig Prozent.

Die Behandlung von Anga insgesamt hat gezeigt, dass bei entsprechenden Verdachtsmomenten eine sofortige, schnelle Reaktion überlebenswichtig ist und dass alle nur denkbaren Varianten der Therapie einbezogen werden sollten.

Das Wichtigste ist jedoch: Vertrauen in die Kraft seines Hundes zu haben!

Anga geht es nach wie vor sehr gut. Sie hat nichts an Vitalität, Energie und Lebensfreude verloren!

                                                                                                                                                                     Im Februar 2009

 

Und so ging es weiter:

Natürlich blieb Anga auch künftig unter medizinischer Kontrolle.

Im Frühjahr 2009 wurden bei einer Ultraschalluntersuchung Metastasen in ihrem Lendenbereich festgestellt. In der Tierklinik Hofheim wurde mir erklärt, dass diese nicht auf den Lymphdrüsenkrebs zurückzuführen seien. Die weiteren Untersuchungen ergaben, dass sich bei Anga ein Analdrüsenkarzinom gebildet hatte. Diese ebenfalls sehr aggressive Krebsart streut sofort und spricht nicht auf die gegen den Lymphdrüsenkrebs verabreichten Chemopräparate an!

Wie ich mich gefühlt habe möchte ich hier nicht weiter erläutern…..

Die betroffene Analdrüse wurde entfernt, doch die operative Entfernung der Metastasen erschien aussichtslos, da diese genau an den Nervenbahnen lagen.

In der Hoffnung, das Wachstum der Metastasen stoppen zu können, erhielt Anga nun Bestrahlungen im Lendenbereich und bekam Medikamente. Und wieder schien alles erfolgreich zu laufen. Anga lief beschwerdefrei und fröhlich durchs Leben. Allerdings war nun ganz deutlich, dass ihre verbleibende Zeit sehr begrenzt sein würde. Diese Tumorerkrankung war schon so weit fortgeschritten, dass alternative Zusatzbehandlung aussichtslos gewesen wäre.

Mitte Juni verringerte sich die Medikamentenwirkung und Angas Verfassung schwankte. Nach einem schlechteren Tag folgten wieder unbeschwerte, lebensfrohe Tage. Sie wollte ganz sicher so gerne leben, doch es war ihr nicht vergönnt. Am 01. August konnte sie plötzlich nicht mehr laufen – die Metastasen drückten auf die Nerven. Sie hatte leider keine Chance mehr und so habe ich meine fröhliche, tapfere Anga noch am selben Tag auf ihrem letzen Weg begleitet. Sie starb an den Folgen des Analdrüsenkarzinoms – der Lymphdrüsenkrebs war nicht zurückgekehrt!

Ridgeback-Hündin Makololo Anga Moyo

(Foto: H. Jäger)

Sigrid Römer